Süd- bis Zentralvietnam

Vietnams Süden

Ja wir lassens langsam angehen. Das war unser Plan und so haben wir es auch gemacht. Nach 5 Tagen im hektischen Wirtschaftszentrum Vietnams, haben wir uns erstmal auf die Insel verkrochen um all den Vorbereitungsstress abzuwerfen.

Phu Quoc

Und da sind wir, auf Phu Quoc, einer kleinen Insel ganz im Süden Vietnams. Fast schon näher an der Grenze zu Kambodscha gelegen. Hier chillen wir in unserem kleinen Resort mit Strandzugang und genießen es zwei Wochen nur zu lesen und zu faulenzen. Die 70km lange Insel bietet zudem auch nicht viel, außer ab und an mal mit dem Roller etwas die Gegend zu erkunden.

So gibt es im Norden einen Nationalpark (welcher 70% der Insel beherbergt) und ein paar menschenleere Strände an denen man sogar ne Runde nackt ins Wasser springen kann. Ein zwei kleine Wasserfälle gibt es und auch eine kleine verlassene Miniinsel haben wir bei unserem Ausflug gefunden, welche schon fast etwas Computerspielcharakter alla "The last of us" in uns weckte.

Dafür wurden wir mit einer abenteuerlichen Rollerfahrt belohnt, da durch vorherige Unwetter die Straße an mehreren Stellen unterspült war und die kreativen Vietnamesen provisorische Holzbrücken gebaut haben, welche es zu überqueren galt. Zu Fuß schon ein Abenteuer war es mit dem Roller der reinste Nervenkitzel, da die Holzbrücken, ca. einen Meter breit, ohne Geländer, zum Teil 6-7m über die weggespülten Schluchten gingen.

Im Süden der Insel gibt es neben einem kleinen Fischerstädtchen noch ein paar ruhige traumhafte Strände, welche wohl zur Hauptsaison von den ganzen Bootstouren um Phu Quoc herum angefahren werden.
Aufgrund des gemischten Wetters haben wir uns dann doch gegen Boots- und Schnorcheltouren und Inselhopping entschieden. Bei schönem Wetter macht das weit aus mehr Spaß und Gelegenheiten werden wir noch zu genüge haben.

Can Tho

Der günstigste Flug weg von Phu Quoc ging ins Mekong Delta nach Can Tho. Obwohl es nicht wirklich auf unserer Liste stand haben wir hier einen kurzen Stop eingelegt und uns die Floating Markets angesehen.
Mit dem Boot ging es um 5 Uhr morgens los um bei Sonnenaufgang ein "leckeres" Frühstück zu genießen (Kaffee, ein blankes Brötchen und dazu 3 Mini Bananen). Wir waren absolut begeistert und haben uns entschlossen bevor wir die nächste Tour buchen, wesentlich mehr im Detail nachzufragen was alles dabei ist beim "Frühstück".

Es gibt zwei Floating Markets, die von Can Tho aus angefahren werden können. Ein touristischer, der am Ende weniger touristisch war und ein "Localmarket" an dem es am Ende mehr Touriboote als Verkaufsboote gab. Aber vielleicht sieht das in der Hauptsaison auch wieder ganz anders aus.
Zwischendrin haben wir noch einen Abstecher zur Reisnudelfabrik gemacht und konnten unser Wissen erweitern, wie die Nudeln für die leckeren Pho-Suppen hergestellt werden.Nach 8 Stunden auf dem Boot waren wir dann aber auch ganz froh wieder zurück zu sein und sind noch am selben Tag mit dem Nachtbus nach Da Lat weiter gefahren.

Can Tho selbst hat nicht viel zu bieten, aber immerhin gab es einen Nachtmarkt und eine Blindenmassage (1h für 2,5 Euro) haben wir uns auch noch gegönnt. Aber das beste Banh Xeo (deftiger vietnamesischer Pfannkuchen) in ganz Vietnam haben wir hier gegessen und vermissen den Laden noch immer.

Da Lat

Nach 13 Stunden mit dem Nachtbus sind wir nun im zentralen Mittelgebirge angekommen. Hier sind europäische Temperaturen und man schwitzt nicht sofort wenn man aus dem Haus raus geht. Das rausgesuchte Homestay für 10 Dollar die Nacht mit Frühstück UND Abendessen war von der Preis-Leistung unschlagbar.
Interessanter Weise hingen hier nur Israelis ab, da wohl jeder Israeli durch Mundpropaganda von diesem Homestay weiß und wer mal in Vietnam unterwegs ist, macht hier einen Abstecher. Dementsprechend chillten die knapp 20 Israelis etwas mehr unter sich und man konnt sich immer nur phasenweise mit ihnen unterhalten. Aber es war sauber, das Essen gut und man konnte so viel essen, dass man Mittags nichts mehr brauchte. Das schont die Reisekasse und lässt uns Sachen wie Kitesurfen in Mui Ne ermöglichen.

Neben einer Rollertour zu den Sehenswürdigkeiten in der Umgebung wie z.B. dem Crazyhouse haben wir auch eine für die Region berühmte Easyridertour gemacht von welcher wir ja schon berichtet haben.
Hier gehts zum Artikel

Mui Ne

Los geht's mit den Aktivitäten. Wir sind happy, denn endlich kommt mal etwas körperliche Betätigung auf uns zu. Wir sind in Mui Ne, dem Wind- und Kitesurfingspot von Vietnam. Da wir noch vor der Hochsaison im Oktober hier sind, haben wir Glück und finden eine günstige Unterkunft und auch die Preise zum Kitesurfen sind geringer als sonst (Privatlehrer bei Mr. Lee's Kitesurf School für 35€/h). Kurzerhand entschließen wir uns unseren Aufenthalt zu verlängern. Wir kiten, surfen und schauen uns zwischendrin noch die roten und weißen Sanddünen und die Cham Türme an. Das Wetter ist super und nach so viel Aktion fallen wir abends happy ins Bett. Gleich nebenan ist ein günstiges Restaurant und für morgens haben wir auch einen Stand gefunden an dem es günstig Kaffee und Banh Mi (belegte Brötchen) gibt.

Der Versuch uns bei einem bonzigen Resort gleich gegenüber das Frühstück zu erschleichen hat zwar am ersten Tag geklappt, als noch eine rießige chinesische Reisegruppe da war. Am zweiten Tag als auf einmal alles leer war und wir gefragt wurden in welchem Zimmer wir wohnen, konnten wir, nur dank der schlechten Englischkenntnisse des Personals, auf einer Liste auf einen russischen Namen zeigen und vorerst das Buffet weiter genießen.
Als kurz darauf aber immer wieder etwas russisch aussehende Gäste zum Frühstück kamen, haben wir uns dann doch ganz schnell vom Acker gemacht und uns dort die restliche Zeit auch nicht mehr blicken lassen. Immerhin zwei Mal super leckeres Frühstück bekommen 😀

Nha Trang

Nha Trang ist wohl Vietnams Partystadt und scheint daher auch bei den Russen sonst sehr beliebt zu sein. Das haben wir nur daran gemerkt, dass in jedem Restaurant es auch russische Übersetzungen auf der Karte gab und es auch sehr noble Restaurants und Clubs zum feiern gab, die durchaus mit Preisen in Deutschlands Großstädten mithalten können. Nha Trang präsentiert sich sehr sauber und ist die Stadt mit einem weißen sauberen Strand direkt vor der Haustür.

Zu faul uns zum nahegelegenen Erlebnispark zu begeben und eingeschüchtert von den Erzählungen anderer Reisender das die Inselhoppingtouren nur Saufgelage sind und Massentourismus, liegen wir stattdessen einfach am Strand und verpassen uns eine angenehme Bräune. Viel Zeit haben wir hier nicht, da wir ja Besuch bekommen und daher auch pünktlich in Da Nang am Flughafen sein wollen. Nach 15h mit dem Nachtbus und einer verrückten Rollerfahrt mit all unserem Reisegepäck kommen wir auch rechtzeitig in Da Nang am Flughafen an um Pia abzuholen und von nun an den Norden Vietnams unsicher zu machen.

Der Süden Vietnams hat viel zu bieten, wenn man, wie unser einer, genug Zeit hat sich alle Facetten des Landes anzugucken. Traumhafte Strände, das Leben auf dem Wasser im Mekong Delta und die fruchtbaren Regionen in Zentralvietnam.

Die ganzen bekannteren Highlights warten im Norden auf uns.

Unsere Reiseausgaben von Vietnam findet ihr hier

1 Antwort

  1. Ma
    Eure Bilder anschauen das ist so eine Freude. Ihr seit so happy, der Welt und ihr seid so schön..

Schreib einen Kommentar