Südthailand

Südthailand

Nach unserem Inselhopping im Golf von Thailand machen wir uns jetzt weiter Richtung Süden und zu den Inseln im Andamanenmeer. Auf dem Weg machen wir noch einen Zwischenstop im Khao Sok National Park, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut und das nicht ohne Grund.

Khao Sok

Nach unserer Tauchsafari auf Koh Tao und Koh Phangan wollen wir mal wieder etwas Süßwasser auf die Haut kriegen und machen einen Stop im Khao Sok Nationalpark. Der geschütze Nationalpark hat wunderschöne Wanderwege und der Chiao-Lan See ist ein Stausee, der super mit dem Boot erkundet werden kann.
Wir finden ein günstiges Resort und merken aber schnell, dass sich hier ein ganzes Dorf komplett abgesprochen hat und die Preise künstlich konstant steigen lassen. Die Preise die wir aus einem 3-Monate alten Blogeintrag hatten waren schon wieder alt und alles ganze 50% !! teurer.
Zu dem bestimmt der Nationalpark das einige Wanderrouten nur mit Guide genutzt werden dürfen. Für die 300 Bath (ca 8,5€) kann man ohne Guide am Schluss gerade einmal 2 km auf einer breiten Straße in den Park reinlaufen. Wir sehen allerdings auch andere ohne Guide aus den Pfaden rauslaufen und machen das selbe! Zu recht! Die Wanderwege sind schon mit kleinen Kletterpartien verbunden aber immernoch gut mit Flipflops machbar.. Zudem haben wir GPS und die Pfade wurden oft genug begangen, als dass man sich unmöglich verlaufen kann.
Wir werden belohnt mit Wasserfällen, Affen und Naturpools in denen man in frischem, glasklarem Wasser schwimmen kann. Perfekt wenn man kurz davor noch verschwitzt vom Wandern ist. Mehr und mehr gehts durch dschungelähnliche Wege, immer am Wasser entlang. Eine Gruppe die wir treffen und mit der wir uns unterhalten, fragt wie wir das so ohne Guide machen und kommen sich auf die schliche, das sie sich die 1200 Baht pro Person (ca. 30 €) auch hätten sparen können. Wir sind happy und von der Strafe ohne Guide rum zu laufen bekommen wir auch nichts ab. Alles richtig gemacht.

Auf dem Weg zurück begleitet uns ein wunderschöner schwarzer Hund. Eine Mischung aus Spitz und Colli oder so. Er hört nicht direkt, aber spielt mit Stöckchen, wartet an jeder Kreuzung auf uns und läuft mit uns Kilometer weit mit. Als auf einmal eine Gruppe Affen mit Babys über unseren Köpfen in den Bäumen chillt und wir kurz Pause machen werden diese auf den Hund aufmerksam. Sie fangen an zu schreien und werden aggressiv und wollen den Hund verscheuchen. Einer von den Affen versucht sogar vom Baum aus auf den Hund zu pinkeln.
Aber unser treuer Reisebegleiter bleibt stehen, seelenruhig und wartet auf uns. Jetzt müssen wir in den sauren Apfel beißen und unter den Affen durchhuschen, damit der Hund auch endlich mal weitergeht.
Über Stock und Stein und durch einen Fluss folgt uns der Vierbeiner.
Erst als wir schon aus dem Park raus und zurück mitten im Dorf an einem Restaurant etwas essen wollen, fühlen sich die Hunde des Restaurantbesitzers bedrängt und verscheuchen unseren Freund. Im Restaurant erzählen sie uns das der Hund nur ein paar Straßen weiter daheim ist. Schade wir haben uns schon ausgemalt auf einmal zu dritt unterwegs zu sein.

Dafür erwarten uns in unserem Bungalow wieder eine Affenfamilie. Nach den aggressiven Affen in Kambodscha sind wir doch etwas ängstlich. Bei 7-8 Affen verliert man eben auch schnell den Überblick welcher wo ist. Und die kleinen sind echt super flink. Aber die Äffchen sind nur neugierig, schmeißen unsere Sachen von der Wäscheleine und nach 1-2 Crackern, die sie von uns bekommen wird es wohl schon wieder langweilig und die Horde zieht weiter zum nächsten Bungalow.

Der Trip zum Stausee mit einer geführten Tour ist uns auch zu teuer, also schnappen wir uns den Roller und fahren selber die 60vkm zum Osteingang des Parks. Kaum angekommen fragen uns zwei Thais ob wir uns mit ihnen nicht ein Boot teilen wollen. Perfekt. Schnell noch etwas Essen gekauft und los gehts.

Die Gegend wird auch Thailands Guilin genannt und das macht es für uns nochmal mehr interessant. Hatten wir in Guilin in China ja nur schlechtes Wetter und keine Lust im Dauerregen die Landschaft zu erkunden, können wir das ganze jetzt bei bestem Wetter und Temperaturen nachholen.
Der See ist so klar, dass man mehrere Meter tief reinschauen kann und die Karstberge am Rand bilden eine traumhaftes Panorama. Da hier alles zum Naturschutzgebiet erklärt ist, gibt es außer ein paar schwimmenden Hütten in denen man am See schlafen kann nichts was die Idylle kaputt macht.
Hier und da machen wir halt und springen ins Wasser und sind happy das wir der Touriabzocke entkommen sind.

Krabi, Ao Nang und Railay

Krabi

Von Khao Sok sind es relativ wenig Kilometer und wir haben uns von der kleinen Hafenstadt nicht viel erhofft, sollte es eher als Zwischenstop dienen. Aber dieses kleine Städtchen hat seinen ganz eigenen Flair. Alles ist ruhig. Die Preise wieder günstiger. Viele Thais die Sport machen und man kann gut joggen gehen. Kaja darf endlich shoppen, nachdem auf allen Inseln die Preise ja viel höher waren als auf dem Festland und wir misten nach einem halben Jahr auf Reise unsere Rucksäcke aus von Sachen, die wir bis jetzt relativ wenig genutzt haben und schicken alles mit einem Päckchen über See nach Deutschland. Hoffentlich kommts an!

Ao Nang

Wir fahren 10 km weiter nach Ao Nang, da es uns dann doch mehr an den Strand zieht. Irgendwie stehen wir mitten in der Resortstraße und alle Übernachtungspreise um uns rum sind weit über unserem Budget. Nach langen Verhandlungen bekommen wir doch noch einen Spezialtarif und haben dafür auch ein Luxuszimmer. Nach Wochen in Bungalows und unter Moskitonetzen lernt man ein gutes Bett echt wert zu schätzen.

Immerhin ist ja jetzt auch Kaja's Geburtstag und da wollen wir nicht gerade in irgend so einer schäbigen Schwitzebude schlafen.
Wir verbringen die Tage am Strand und schlendern durch die Gegend. An Kajas Geburtstag machen wir uns schick und es gibt wieder einen Gaumenschmaus. Bei einer Flasche Rotwein und Käseplatte beginnen wir das Dinner, gefolgt von Rumpsteak mit Pfeffersoße, Lachsfilet auf Weißwein und als Beilage Stampfkartoffeln.
Auch sonst werden dem Geburtstagskind alle Wünsche von den Lippen gelesen und mit einem Verwöhnprogramm der Tag abgerundet.

Railay

Nur ein kleiner Katzensprung mit einem der Longtailboote ist es zum nahegelegenen Railay Beach. Mit über 500 Routen in allen Schwierigkeitsgraden ist hier das Klettermekka Thailands vertreten. Neben waghalsigen Routen wird hier auch Deep Water Solo Climbing angeboten, bei dem man ohne Sicherung, also ohne alles, die Wand erklimmt und im Falle eines Fehlers eben abstürzt und ins Wasser plumpst. Adrenalin pur!
Aber auch sonst sind die Strände hier traumhaft schön, wären nicht wieder ein paar Touris hier die sich nicht benehmen können und denken, dass sie in Malle sind und sich oben ohne an den Strand legen.
Naja man kann sich aufregen muss es aber nicht. Da macht es schon mehr Spaß der asiatischen Kletterelite zuzuschauen.

Koh Lanta

Unser letzter Halt in Thailand. Nach der ganzen Aktion sind wir glücklich endlich auf dieser relaxten Insel zu landen. Hier wollen wir gar nichts machen außer mal abzuschalten und den Blog hier endlich auf Vordermann bringen, denn immer zwei Monate hinterher zu sein macht für alle die es lesen ja auch wenig Sinn. Also liegen wir den halben Tag in der Sonne und die zweite Hälfte schneiden wir Videos und lassen die letzten Wochen und Erlebnisse Revue passieren. Wir wollten das hier ja eigentlich alles kurz und knapp schreiben, aber ehrlich hier passiert so viel und wir wollen ja zumindest hier und da mal eine Geschichte zum Besten geben. Dabei ist das alles hier nur ein Bruchteil von dem was wir erleben. Und ja ich bin eine Laberbacke und wenn Kaja schreibt merkt sie selber wie schwer es ist sich kurz zu fassen. Sei es drum, ab jetzt ist der Blog up2date. Wir haben alle Kinderkrankheiten ausgemerzt und sogar ein Logo.

In Zukunft dürft ihr euch über regelmäßigere und dann vielleicht auch kürzere Updates freuen 🙂
Morgen gehts nach Malaysia. Sawadee krap Thailand!!

Unsere Reiseausgaben in Südthailand findet ihr hier

Aufregend fanden wir:

- Affenbesuch im Bungalow
- ohne Guide durch den Nationalpark wandern
- der Hund der uns durch den Park begleitet hat

Cooles:

- glasklares Süßwasser im Khao Sok Nationalpark
- traumhafte Strände in Koh Lanta
- die Klettercommunity in Railay

Nerviges:

- überteuerte Preise im Nationalpark
- vorgefertigte Touren und Individualreise nur schwer möglich
- Palmölplantagen auf dem Weg

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