Party auf Moreton Island

Moreton Island

Raus aus der Arbeit – rein ins Vergnügen

Nach Wochen harter Arbeit ohne einen Tag Pause haben wir uns eine kleine Auszeit verdient.
Wir machen Urlaub und hauen ab auf die Insel. Moreton Island heißt sie und ist die drittgrößte Sandinsel der Welt. Nachdem wir Fraser Island ja ausgelassen hatten holen wir hier alles nach. Die Berliner sind auch fertig mit ihrer Farmarbeit und kommen uns am letzten Arbeitstag besuchen. Wir packen den Landrover randvoll mit Essen, Zelten und allerlei Boards und Bällen, womit man viel Spaß im Sand und am Strand haben kann.


Am nächsten Morgen geht es auch schon los nach Brisbane um von dort aus mit der Fähre Richtung Insel zu schippern. Auf dem Weg lassen wir schon mal den Luftdruck der Reifen raus, denn sonst hat der 4WD keinen Grip auf dem Sand. Straßen aus Asphalt gibt es hier nämlich keine. Alle Straßen die in und um die Insel führen sind reine Sandstraßen und das ist auch genau das was wir wollen.

Kaum angekommen heizen wir erstmal ein paar Runden quer über den Strand bevor wir zum Campingplatz fahren und unser Zeltlager aufschlagen. Leider spielt das Wetter am ersten Abend nicht mit und wir werden immer und immer wieder von Regenfällen überrascht. So sind wir gezwungen unter die überdachte Veranda der Biotoilette zum Kochen auszuweichen. So genießen wir unsere besonderen Porterhouse-Steaks direkt neben den Toiletten und müssen uns alle zwei Minuten bewegen um den Lichtsensor zu aktivieren und nicht im Dunkeln zu sitzen.

Schmecken tun sie aber dennoch ausgezeichnet.

Am nächsten Tag lacht uns dafür die Sonne ins Gesicht und wir bewegen unsere verkaterten Körper vom Vortag Richtung Strand. Zuallererst packen wir unsere Schnorchelausrüstung aus, denn unser Zeltplatz ist direkt an den 15! Schiffswracks die ca. 50m von Strand aus am Grund liegen. Diese geben den perfekten Schnorchelspot, da die Wracks größtenteils sogar noch etwas aus dem Wasser schauen und das Meer hier nur wenige Meter tief ist.

Einzig die sehr frischen Wassertemperaturen zwingen uns nach einiger Zeit wieder aus dem Meer. Ohne Neoprenanzug kühlt man nach einer halben Stunde einfach zu sehr aus. Dafür knallt die Mittagssonne umso stärker und nach einem Sonnenbad am Strand sind wir alle wieder auf Betriebstemperatur und vertreiben uns die Zeit mit Bodyboard, Sandboard und Frisbee spielen.

Abends sind wir meist damit beschäftigt unseren großzügigen Vorrat an Alkohol zu vertilgen. Nur gut das der Zeltplatz eher leer ist, denn mit jedem geleerten Glas steigt auch unser Lärmpegel 😀
Am dritten Tag machen wir uns auf die Insel zu erkunden. Abwechselnd fahren wir die sandigen und hügeligen Straßen quer durch die Insel und heizen mit 80km/h am Strand entlang. Immer wieder fliegen wir halb durchs Auto, wobei die drei die Hinten sitzen es immer etwas schlimmer erwischt als die, die das Vergnügen haben vorne zu sitzen.
Wir erforschen die ganze Insel und kommen da am ältesten Leuchtturm von Queensland vorbei, baden in einem Süßwassersee in der Mitte der Insel und werden Zeuge wie hunderte von Minikrebsen bei Ebbe über den matschigen Sand rennen und sich schnell einbuddeln sobald man ihnen näherkommt.
An einer Stelle am Strand ragen alte Baumäste soweit Richtung Meer hinaus, sodass wir gezwungen sind leicht ins Meer hinein zu fahren um den Weg weiter fahren zu können. Währendessen erwischen uns sogar noch zwei kleinere Wellen und wir halten alle kurz die Luft an. Aber Entwarnung, der Landrover bewältigt die Hürde mit Bravur. Nicht aber die Goprohalterung, die an der Seite vom Auto befestigt ist und dem Wasserwiderstand der zweiten Welle nicht gewachsen ist und bei der Durchfahrt durchs Wasser einen Abgang macht. Zum Glück finden wir die Gopro aber noch im Wasser.

Am letzten Abend statten wir dem teueren All inclusive Resort neben an einen Besuch ab. Hier werden jeden Abend wilde Delphine gefüttert und man kann das Schauspiel auch mitbeobachten ohne für teueres Geld im Resort zu nächtigen. Immer kurz nach Sonnenuntergang ist Fütterungszeit und die schlauen Tiere (ca.10 Stück) kommen schon von alleine an um sich ihr Abendessen abzuholen.
Da es heute aber stürmisch ist wie schon seit Ewigkeiten nicht mehr und man fast vom Steg weggefegt wird, wird die Fütterung die sonst vom Strand aus stattfindet dieses Mal auf den Steg verlegt. So kommt es, dass wir auch ein paar Fische den Delphinen zuwerfen dürfen. Etwas kontrovers stehen wir dem ganzen schon gegenüber. Eigentlich soll man ja keine wilden Tiere füttern, damit diese nicht verlernen selbst auf die Jagd zu gehen. Das Problem gibt es ja auch vermehrt bei Vögeln in Nationalparks, die am Schluss Schwierigkeiten haben Nahrung zu finden, wenn keine Saison ist und die Touristen, die sonst die Vögel füttern plötzlich aus bleiben.
Aber immerhin, die Tiere sind nicht in Gefangenschaft, sondern frei und finden bestimmt auch tagsüber im Meer genügend Fische die sie fressen können.

So war es am Schluss doch spannend diesen interessanten Meeresbewohnern so nah zu sein und die Bewegungsabläufe beim fressen von der Ferne zu beobachten. Leider waren die Lichtverhältnisse aber so schlecht, dass wir keine brauchbaren Bilder schießen konnten.

Nach fünf Tagen endet somit unser Inselabenteuer und nach Tagen mit nur Sand im Zelt und in den Klamotten sind wir auch wieder froh festen Boden unter den Füßen zu haben und genießen es wieder in einem normalen Bett zu schlafen.

Kaum zurück in Byron Bay heißt es für uns nach einer kurzen Nacht auch direkt wieder ran ans Werk und weiterarbeiten. Die letzten Tage brechen an, an denen es noch genug Arbeit für uns beide gibt und das müssen wir natürlich ausnutzen. Währenddessen planen wir schon mal unseren Outbacktrip quer durch New South Wales Outback bis nach Port Augusta. Zuvor müssen wir aber noch einmal unseren Van ready fürs Outback machen. Ob das alles so läuft wie wir es uns denken..Mal schauen, denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

PS: Video folgt in Kürze

Unsere Reiseausgaben in Australien findet ihr hier

Unsere Gesamtkosten für unseren Campervan sind hier zusammengefasst

4 Antworten

  1. Hallo ihr Beiden...schön von euch zu lesen. Habe voller Begeisterung Eure super zusammen gestellte Weltreise gelesen. Respekt an Euch, wundervolle Beiträge ...tja Ihr habt jetzt einen mega Fan !!!!. Julian und Michel (ich nenne sie so :-) ) traveln nun in Asien umher. Ich liebe Asien und freue mich, das es den beiden ebenfalls super gefällt. Ausserdem war eine super Idee von Euch, das ihr Asien den beiden so schmackhaft gemacht habt. Ich liebe die Mentalität der Asiaten sehr. Ich wünsche Euch weiterhin alles Gute seit schön vorsichtig. Fühlt Euch von mir zu Boden geschnäbelt....schnatt...schnatt...Liebe güße Jutti
    • Hi Jutti, echt klasse, dass dir unsere Seite so gut gefällt :) Vielleicht inspiriert das ein oder andere ja für den nächsten Urlaub;) Ja wir findens auch super, dass die beiden jetzt noch ein bisschen durch Süd Ost Asien traveln. Es gibt einfach so viel zu sehen. So unterschiedliche Kulturen und Landschaften, die Menschen sind so unglaublich nett und jede Reise ist ein riesengroßen Abenteuer. Freuen uns schon mal nach Berlin zu kommen, wenn wir wieder zurück sind. Wir schwitzen hier mal weiter. Beste Grüße aus Indien Kaja & Henning
  2. Hallo Henning Hallo Kaja, sehr schöne Fotos und klasse Beschreibung. Vielen Dank für Eure Hilfe an Julian Michelle und Luki. Die drei schwärmen von Eurer Hilfsbereitschaft und den gemeinsamen Erlebnissen. Ich wünsche Euch weiterhin viel Glück tolle weitere Erfahrungen. Lieben Gruß Julians Mam (Jutti)
    • henning
      Hallo Jutti, sorry für die späte Antwort, vor lauter reisen und arbeiten sind wir gar nicht dazu gekommen zurück zu schreiben. Vielen lieben Dank für deinen lieben Kommentar und die lobenden Worte. Freut uns natürlich wenn die Bilder und Texte gefallen. Ja mit den Dreien haben wir mittlerweile schon Einiges erlebt & sind gespannt was da noch kommen wird. Vielleicht weiten wir die gemeinsamen Abenteuer ja noch etwas auf andere Länder außer Australien aus. Mal sehen:) Ganz liebe Grüße zurück in die Hauptstadt. Henning & Kaja

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