Melek in Bali

Melek in Bali

Bali, die wohl bekannteste Insel Indonesiens. Nachdem wir recht zügig durch Java gereist sind, sind wir einige Tage früher auf Bali und können endlich mal wieder ein bisschen entschleunigen und einige Tage am gleichen Ort verweilen. Das hatten wir auch bitter nötig. Wir wohnen in einem kleinen Hotel in den Nebenstraßen von Kuta, dem turbulenten und touristischen Zentrum Balis und genießen unsere ruhige Unterkunft mit Frühstück und liegen am Pool. Sehr viel machen wir die nächsten Tage nicht, da wir voller Vorfreude auf Melissa warten, die uns in ein paar Tagen besuchen wird und mit der wir zusammen Bali unsicher machen wollen.

Na gut ein bisschen was machen wir schon, ich lasse mir zwei meiner Backenzähne flicken, da mir ein paar Wochen vorher an zwei Zähnen ein Stück abgebrochen ist. Ganz schön nervig. Der Henning sucht mir einen guten Zahnarzt raus und schon liege ich einen Tag später auch schon da und werde behandelt. Die Zahnklinik macht einen tollen und kompetenten Eindruck und ist voller Australier, die sich im Urlaub schnell noch ein paar Zähne machen lassen. Im Gespräch mit einem erfahren wir, dass Zahnärzte in Australien wohl so dermaßen teuer sind, dass es sich auf alle Fälle lohnt einen Urlaub in Bali zu machen und die Zähne gleich mit. Meine beiden Plomben kosten jeweils 40 Euro und ich bin schnell wieder vom Tisch, aber einige andere haben da wesentlich größere Behandlungen in Planung.


Melek kommt an

Und jetzt ist es auch schon soweit!!! Melek kommt direkt aus dem kalten Deutschland zu uns geflogen 😀 Wir freuen uns ultra auf sie und leihen zwei Roller aus um sie vom Flughafen abzuholen. Wir parken die Roller und warten beide in der Ankunftshalle bis unsere kleine Melek endlich von der Gepäckausgabe kommt. Zusammen mit rund 50 Taxifahrern stehen wir da und starren jeden an der durch die Schiebetür kommt. Und nach einiger Zeit kommt sie auch! Ein bisschen verschlafen in grauen Joggingklamotten, die klassische Melek, eben so wie wir sie kennen. Nach kurzer Begrüßung sind wir auch schon auf dem Weg zu den Rollern und werden direkt mit Worten überflutet. Armes Meleklein hat ja auch schon 16 Stunden keinen zum reden gehabt 😉 Und der lange Flug schien sie nicht müde gemacht zu haben!
So lassen wir den ersten Tag im Pool mit ein paar Bier und frischem Obst ausklingen und quatschen einfach nur was es so für Neuigkeiten von zu Hause gibt.

Kuta

Am nächsten Tag geht’s ein bisschen an den Strand und durch die Straßen von Kuta. Kuta kann einen auch schon ganz schön überfordern. Es bietet viele Annehmlichkeiten und ist toll zum Shoppen aber auch ganz schön laut und chaotisch. Der klassische Touriort eben, nur mit noch mehr Angebot als sonst wo auf der Welt. Verkehrschaos, Taxis, Souvenirläden und Restaurants mit Küche aus aller Welt reiht sich gute 15 km am Strand entlang und alle 300 m kommt gefühlt die gleiche Aufeinanderfolge von Läden, Restaurants und Bars. Da ist sogar die Melissa beim Shoppen überfordert! Für uns alle drei steht fest, wir müssen hier weg. Für ein zwei Tage ok aber wir brauchen was chilligeres. Und so geht’s auch schon weiter, mit dem Schnellboot nach Gili Air, eine der drei Gili Inseln.

Die Gili Inseln

Gili Air ist schon eher nach unserem Geschmack. Eine kleine verschlafene Insel mit vielen entspannten Bars und Restaurants mit Meerblick. Kein Verkehr und damit meinen wir wirklich kein Verkehr. Die Einheimischen sind mit Pferdekutschen und Fahrrädern unterwegs, also keine motorisierten Fahrzeuge, sondern eine wunderbare Ruhe.
Die Straßen sind nur mit Sand bedeckt und laden zum gemütlichen Umherschlendern ein. Wir chillen viel und essen viel und gehen außerdem auch schnorcheln und tauchen!

Melissa bekommt eine kurze Einführung ins Tauchen im Pool und dann gehen wir auch schon zusammen aufs Boot und starten los. Melissas Gruppe aus Anfängern bestand aus einem älteren französischen Paar, der Melissa und einem Instructor. Da das französische Pärchen sich als absolute Katastrophe unter Wasser rausgestellt hat, was keiner wissen konnte, war der Instructor war einfach nur heil froh, dass Melissa es von alleine super hinbekommen hat und er sich nicht um sie kümmern musste. Wir hatten ja auch ein Auge auf sie. Der Instructor war so sehr mit dem Pärchen beschäftigt, dass er ohnehin kaum etwas zustande gebracht hat. Der Mann ist andauernd am Boden langgeschleift und hat die Korallen kaputt gemacht und die Frau ist ständig an die Oberfläche gepaddelt und hat sich halb vom Boot überfahren lassen. Generell bei drei absoluten Anfängern ist ein Instructor definitiv zu wenig.
Für jeden Tauchanfänger sollte ein Instructor zuständig sein, damit das Ganze funktioniert und Sicherheit unter Wasser gewährleistet ist. Er hatte Glück, dass Melissa es beim ersten Mal überraschend gut konnte, denn auf drei Leute hätte er noch weniger aufpassen können.
Trotzdem für uns hat alles super geklappt und wir sind zu dritt ein Stück hinter den andern hergetaucht und hatten unseren Spaß. Auf knapp 10 m haben wir eine Schildkröte und einen Blaupunktrochen gesehen und einige Fische natürlich auch. Clownfische in ihren Anemonen waren selbstverständlich auch dabei 😉

Gili T

Nächster Stopp ist Gili Trawangan, die größte und belebteste der Gili Inseln. Hier ist eine größere Partyszene vertreten daher dachten wir, wir feiern hier Melissas Geburtstag. Wir hören Musik auf unserer Terrasse, singen und tanzen und eine Vodkaflasche später laufen wir alle angetrunken durch die Straßen. Einige ein bisschen voller als andere 😛

Amed

Nach einem Katertag am Strand verabschieden wir uns von der Gili Inseln und machen uns mit dem Schnellboot auf nach Amed auf Bali, wo ein fantastisches Wrack auf uns wartet betaucht zu werden. Unser kleines Tauchernaturtalent ist auch schon ganz heiß drauf! Das Wrack liegt direkt einige Meter vom Strand entfernt unter Wasser, und das auch schon seit 60 Jahren. Dementsprechend ist es überwuchert mit gigantischen bunten Korallen und zwischen den Trümmern tummeln sich allerlei Fische und Schildkröten. Leider tauchen wir getrennt und nicht zu dritt, da Melissa als nicht zertifizierter Taucher nur bis auf 12 m runter darf. Da wir aber bis 30 m können und das Wrack sich von 5 m tiefe bis 30 m tiefe erstreckt tauchen wir in zwei Gruppen. Und diesmal hat Melissa auch ihren privaten Dive Master der nur für sie da ist. Er zeigt ihr viele interessante und lustige Tiere unter Wasser und beschert ihr, glaube ich, eine tollen Tauchgang… aber fragt sie am besten selbst 🙂 Wir sind ebenfalls restlos begeistert und wollen auf jeden Fall irgendwann mal zurück kommen um wieder hier zu tauchen!

Ubud

Von Amed aus geht’s nach Ubud, dem spirituellen und künstlerischen Zentrum Balis. Umgeben von sattgrünen Reisterrassen liegt Ubud ein wenig erhöht zwischen mit Dschungel bewachsenen Hügeln. Wir unternehmen eine kleine Wanderung durch die Reisterrassen bei der wir alle drei wortwörtlich schmelzen, weil es so heiß ist. Chiller wie wir sind haben wir es natürlich nicht geschafft morgens loszugehen wenn es noch kühler ist, sondern latschen durch die knalle Mittagssonne! Mit ein paar Trinkpausen bewältigen wir den 6 km langen Wanderweg und gehen erstmal alle kalt duschen. Ansonsten erkunden wir Ubud zu Fuß aber auch mit dem Roller. Wir schauen uns einige der vielen Galerien an, fahren zum Monkey Forest, beobachten dort Makakkenaffen aus nächster Nähe und fahren zum Gunung Kawi Tempel, einem in den Fels gehauenen Tempel bevor wir am Pura Tirta Empul Tempel bestaunen, wie Menschen ein Bad in den heiligen Quellen nehmen. Der Tempel ist einer der heiligsten und wichtigsten für alle Balinesen. Hinduistische Gläubige kommen regelmäßig hierher um sich von Krankheiten und sonstigen Problemen zu reinigen.

Ubud wirkt fast schon etwas mystisch mit den unzähligen Tempeln und Figuren, die man überall sehen kann. Außerdem besuchen wir noch eine traditionelle balinesische Tanzaufführung, einen Legong Tanz und sind fasziniert von den seltsamen Bewegungen und Gesichtsausdrücken der Tänzer und Tänzerinnen.

Am Ende haben wir noch eine letzte Nacht in Kuta und somit in Flughafennähe verbracht, bevor es für Melissa wieder zurück nach Deutschland ging und für uns weiter nach Flores, die indonesische Insel, die das Tor zum Komodo Nationalpark ist. Am Flughafen haben wir uns von Melissa verabschiedet und sind zwei Stunden vor ihr weitergeflogen. Melek, wir hoffen du hattest eine gute Zeit und wir sehen uns in Deutschland wieder 😉

Unsere Reiseausgaben in Indonesien findet ihr hier

1 Antwort

  1. Cześć to jest fajny flm miło się go oglądało no i laski są suer chyba z importu. Dzięki za film trzymcie się krzepko .Czekam na film z Australii Good luck dziadek.

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