Hong Kong

Hong Kong

Wow, wer hätte es gedacht, irgendwann einmal wirklich hier zu sein... in HONG KONG! Eine Weltmetropole mit fast 8 Millionen Einwohnern, die aber nicht in die Breite sondern in die Höhe wächst. Einer Skyline die New York das Wasser bietet und kulinarischem Reichtum, so dass jeder auf seine Kosten kommt. Als wir Abends mit dem Bus vom Flughafen in die Stadt fahren, kommen wir uns im ersten Moment fast vor wie in einer amerikanischen Großstadt.

Nach Vietnams Hauptstadt Hanoi noch ein paar Stunden vorher, in der es nur eine handvoll Autos gibt und sonst nur Roller, ohrenbetäubendes Hupen und den eher kleinen sandigen Straßen, stehen wir auf einmal hier, umgeben von Hochhäusern und Leuchtreklamen. Und überall Autos! Keine Rollerfahrer!
Große zweispurige Straßen und Ampeln an denen auch alle halten. Wir hatten uns so sehr an Vietnams chaotische Straßenverhältnisse gewöhnt, dass wir gar nicht mehr wussten, wie es in einer "normalen" Stadt ist.

Aber heyja, immerhin gibts hier Linksverkehr, damit wir doch noch was haben an das wir uns gewöhnen müssen.


Den ersten, richtigen Schock gabs gleich drauf, als wir in unserem gebuchten "Micro Hotel", ganz zentral im Kowloon Viertel eincheckten. Der Name ist Programm und wir haben zwar erwartet, dass es eng wird, aber so eng nun auch wieder nicht.
Die Wände unseres Zimmers konnten wir mit ausgestreckten Händen erreichen und die Duschtoilette war so eng, dass man sich ernsthaft kaum den Hintern abputzen kann. Sie glich einer Flugzeugtoilette mit einer zusätzlichen Dusche darin.

Nach den letzten zwei Wochen mit Pia, in denen wir recht viel unternommen haben, sind wir doch etwas unternehmungsfaul und dem männlichen Part von uns hat eine klassische Sommergrippe mit Fieberattacken erwischt.
Also begnügen wir uns damit die gute Internetverbindung zu genießen, kurieren uns aus und gehen die ersten zwei Tage nur ein bisschen um die Blocks, um uns Stück für Stück an die neue Kultur zu gewöhnen. Nur gut dass wir den Kowloon Park und den Temple Street Night Market gleich um die Ecke haben und somit auch viele kleinere Läden in denen man günstig essen kann.
Immerhin sind wir in Hongkong. Hier ist von günstig bis super bonzig alles dabei. Von kleinen Straßenständen bis zu den nobelsten Restaurants und Boutiquen, damit die Reichsten der Reichen auch was haben wofür sie ihr Geld ausgeben können. Drei mal dürft ihr raten wo wir gegessen haben. Und nach einem kleinen Streit waren wir uns dann doch auch einig, dass ein Döner mal geil wär, aber für umgerechnet 7 Euro dann eben doch zu teuer.

Als Einstieg für China war Hong Kong definitiv die richtige Wahl. So gibt es hier doch noch häufig genug englische Beschriftung im Restaurant und auch eine Menge an Menschen die Englisch sprechen können. Bei den günstigen Essensbuden sieht es schon anders aus. Wir sind einfach dort rein gegangen wo Bilder an der Wand vom Essen hingen und haben es bestellt. Auf die Frage wie teuer das Essen denn sei, wurden uns mit der Hand wilde Fingerzeichen gezeigt.
Schnell begriffen wir, dass ohne jegliche Vorbereitung ein China Trip wohl doch eine ganz schöne Herausforderung wird. Also zurück im Hotel mal nachgeguckt, wie man mit einer Hand von 1-10 zählt und die Klassiker, wie "Hallo", "Danke", "Tschüss", "Ja" und "Nein" gelernt. Außerdem haben wir eine laaange Vokabelliste gemacht, damit wir uns spontan bei Alltagsproblemen über Wasser halten können.

Doch kommen wir zu den Highlights unseres 5 Tage Hong Kong Trips. So vielfältig hier alles ist, so günstig ist es auch von A nach B zu kommen. Eine Busfahrt für keine 50 Cent, ebenso wie die Fahrt mit der Fähre von der einen auf die andere Seite der Stadt. Und auch genügend Sachen die man umsonst machen kann, wie sich die "Avenue of Stars", das Pendant zum "Walk of Fame" anzusehen oder die Aussicht am Kowloon Hafen zu genießen. Hong Kong ist auch weltweit die einzige Stadt mit einer zweistöckigen Straßenbahn.

Mit der historischen Peak Tram zum Victoria Peak hoch zufahren muss natürlich auch drin sein, ebenso wie sich im Strom der Massen gleiten zu lassen, durch die unzähligen Shops und Malls zu spazieren oder mit dem Central Mid-Levels Escalator (endlos lange Rolltreppen) durch Hong Kong Island zum Stadtteil SoHo (South of Hollywood Street) zu fahren, um am Schluss alles wieder runter zu laufen 😀

Nach 5 Tagen sind wir wieder fit und bereit für das Reich der Mitte und fliegen nach Nanchang, um bei Simon und Pennys Hochzeit dabei zu sein und danach die prächtigen Berge des Huangshan Gebirges zu besteigen.

Unsere Reiseausgaben in Hong Kong findet ihr hier

Interessantes über HongKong

- 6419 Einwohner pro km^2 (Platz 4 weltweit)
- Linksverkehr durch britische Kolonialherrschaft
- Hongkong ist die Stadt mit den meisten Wolkenkratzer
-> über 8000 Gebäude hat mehr als 14 Stockwerke (doppelt so viel wie New York)

Was uns hier zum Schmunzeln gebracht hat:

- Hongkong bedeutet übersetzt "duftender Hafen"
- 2,3,6,8,9 sind Glückszahlen
- 1,4,7 sind Pechzahlen - häufig bei Aufzügen gibt es diese Stockwerke nicht
- So modern und dann gibt es mehrstöckige Baugerüste aus Bambus
- Harry Potter Doppeldecker Straßenbahn

Wo wir würgen mussten:

- komisch gedünstetes Hähnchen das zäh wie Gummi war
- zum Teil vor Fett triefende Gerichte

3 Antworten

  1. WilliamHap
    I cannot thank you enough for the forum. Really Great. Palamino
  2. Ma
    Aber schläft man in einer Schublade ohne Fenster mit Katzenklo. Ma
  3. Super schöne Aufnahmen..das mit dem schwärzem Gras möchte ich gerne auf der Wand haben, sonst Ameisenstadt mit Treppen... und Treppen ...und zwei Ameisen aus Deutschland. Liebe Grüße Ma und Pa

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